Schlagworte zur Gesundheit
des Universitätsklinikums
Carl Gustav Carus

Chirurgisches Zentrum

Das Chirurgische Zentrum des Universitätsklinikums setzt sich aus folgenden Einrichtungen zusammen:

 

Klinik und Poliklinik für

Viszeral-, Thorax- und Gefässchirurgie

Die Klinik vereint das gesamte Spektrum der offenen und minimalinvasiven Operationstechniken der Allgemein-, Bauch-, Lungen- und Blutgefäßchirurgie. Die Patienten werden in fünf modernen Bettenstationen, einer chirurgischen Intensivstation , einer Tagesklinik, den Funktionsabteilungen Endoskopie und Ultraschalldiagnostik, einer Poliklinik und einer Rettungsstelle behandelt. Ein Team von 40 ärztlichen Mitarbeitern, 100 Pflegekräften und weiteren Mitarbeitern versorgte im Jahr 2008 insgesamt 3.140 Patienten stationär und 7.960 ambulant. Auf dem Gebiet der Bauchchirurgie ist die Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie (VTG) besonders auf Bauchspeicheldrüsen-, Gallen-, Darm- und Lebererkrankungen spezialisiert. Die Gefäßchirurgie der Klinik behandelt sämtliche Gefäßerkrankungen der Arterien und Venen an Hals, Rumpf und Gliedmaßen. Die Thoraxchirurgie umfasst die Behandlung der gut- und bösartigen Erkrankungen der Organe des Brustkorbes – außer dem Herz – und der Brustwand. Seit 2008 werden in Zusammenarbeit mit Internisten und Urologen Transplantationen der Bauchspeicheldrüse als Organ und von Inselzellen für Patienten mit kompliziertem Typ-I-Diabetes angeboten. Die Klinik arbeitet in den interdisziplinären Einrichtungen des Universitäts KrebsCentrums, des Universitäts GefäßCentrums und des Universitäts SchmerzCentrums sowie mit Spezialisten anderer Fachgebiete des Universitätsklinikums eng zusammen. Dadurch wird den Patienten ein Höchstmaß an fachlicher Kompetenz und Qualität geboten. Zudem fließen durch eigene Forschungen und vielfältige Kooperationen neueste Erkenntnisse in die Behandlung ein.

 

Abteilung

Chirurgische Forschung

Vererbbare (hereditäre) Tumorerkrankungen sind Arbeitsschwerpunkt der Abteilung Chirurgische Forschung . Gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfeinitiierte die Abteilung hierzu das Verbundprojekt „FamiliärerDarmkrebs“, das Patienten und deren Angehörigeberät und sie molekulargenetisch untersucht. Die intensive Betreuung ist notwenig, weil in Familien, die vom erblichen Dickdarmkrebs (HNPCC) betroffen sind, auch weitere Krebsarten auftreten können.Dies sind unter anderen Tumoren der Gebärmutter, des Dünndarms und der ableitenden Harnwege, des Magens, der ableitenden Gallenwege, der Bauchspeicheldrüse, der Eierstöcke sowie Hirntumore und Hauttumore.

Im Rahmen der Sprechstunde für hereditäre Tumorerkrankungen wurden seit 1997 insgesamt über 1.000 Patienten aus über 700 Familien betreut. Bei der Betreuung von Patienten mit vererbbaren Erkrankungen kooperiert die Abteilung unter anderem mit dem Institut für Klinische Genetik , der Klinik für Viszeral-,Thorax- und Gefäßchirurgie und dem Institut für Pathologie .

In der Abteilung sind ein Arzt, eine Molekulargenetikerin, sieben Doktoranden, zwei medizinisch-technische Assistentinnen, eine Studienassistentin sowie eine Dokumentarin tätig.

 

Klinik und Poliklinik für

Neurochirurgie

Die Neurochirurgie befasst sich mit Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der peripheren Nerven. In der Klinik für Neurochirurgie steht ein hochspezialisiertes Team zur Verfügung, das eine chirurgische Behandlung mit entsprechender Vor- und Nachbetreuung der Patienten auf hohem Niveau sicherstellt. Tägliche interdisziplinäre Konferenzen mit Neuroradiologen, Neurologen, Pädiatern, Strahlentherapeuten und Rehabilitationsklinikern sichern die umfassende Therapie der Patienten in allen Bereichen. Verschiedene Operationen werden ebenfalls interdisziplinär durchgeführt, beispielsweise bei Schädelbasistumoren in Zusammenarbeit mit den HNO-Kollegen. Im Mittelpunkt des Behandlungsspektrums der Klinik stehen Tumore des Gehirns und des Rückenmarks. Die Anwendung moderner technischer Hilfsmittel während der Operation, die Behandlung der Patienten innerhalb von Therapienetzwerken und klinischen Studien sowie die Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen auf dem Gebiet der Tumorentstehung und -behandlung, sind Ausdruck für den international anerkannt hohen Standard der Klinik. Weitere Schwerpunkte bilden Gefäßmissbildungen der Hirn- und Rückenmarksgefäße, die Epilepsiechirurgie sowie die Wirbelsäulenchirurgie, die sich mit einfachen und komplexen Wirbelsäulenerkrankungen, wie dem Bandscheibenvorfall oder dem spinalen Tumor beschäftigt. In zunehmendem Maße werden so genannte funktionell-neurochirurgische Eingriffe durchgeführt, bei denen nicht nur chronische Schmerzpatienten behandelt werden, sondern zum Beispiel auch Parkinsonpatienten durch die Implantation von speziellen Elektroden in umschriebene Hirnregionen therapiert werden können. Die Klinik für Neurochirurgie verfügt über drei OP-Säle, die mit hochtechnisierten Operationsmikroskopen und Neuronavigationssystemen ausgestattet sind. Letztere ermöglichen es, kleine, tief gelegene und funktionell komplexe Hirnareale sicher zu lokalisieren. Ein umfangreiches elektrophysiologisches Monitoring wird routinemäßig zur Überwachung der Intaktheit einzelner Hirnnerven oder zur Lokalisation der Bewegungs- oder Sprachregionen während des Eingriffs eingesetzt. Genauso werden fluoreszenzgestützte Operationsverfahren zur Visualisierung von Tumorzellen oder Blutgefäßen angewendet. Weiterhin setzt die Klinik endoskopische Verfahren und Laserchirurgie ein.

 

Klinik und Poliklinik für

Anästhesiologie und Intensivtherapie

Die Anästhesie vereinigt eine Vielzahl von Verfahren, die einen Zustand der Empfindungslosigkeit gegenüber Schmerz herbeiführen. Sie wird regelmäßig bei Operationen und medizinisch diagnostischen Verfahren angewendet. Die Anästhesie als Fachdisziplin betreut daneben die Teilgebiete Intensivmedizin , Notfallmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin.

Am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus werden jährlich etwa 28.000 Patienten von 85 ärztlichen Mitarbeitern der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie versorgt. Ergänzend zur Allgemeinanästhesie werden vermehrt moderne Regionalanästhesieverfahren eingesetzt. Selbst bei großen Operationen im Brustkorb oder im Bauchraum nutzen die Anästhesisten Schmerzkatheter, die in die Nähe der schmerzleitenden Nerven eingeführt werden. Hierdurch kann das Schmerzempfinden gezielt ausgeschaltet werden.

Auf der fachübergreifenden Intensivtherapiestation können die Klinikmitarbeiter die Organfunktionen der Patienten nach Operationen oder bei lebensbedrohlichen Erkrankungen wie einer Sepsis überwachen und überbrücken. Darüber hinaus bietet die Klinik eine breite Palette an stationären sowie ambulanten Schmerzbehandlungen an. Anlaufpunkt für Menschen mit chronischen Schmerzen ist das Universitäts SchmerzCentrum , in dem Anästhesisten interdisziplinär mit Orthopäden, Neurologen und Psychologen zusammenarbeiten.